Konzert mit allen Registern

Es ist der größte Tag im Leben eines Menschen, wenn er anfängt aufzuwachen, sich entscheidet, seine Komfortzone zu verlassen, um vom Leben alles zu erwarten und dem Leben alles zu geben.

„Ihr sollt Brot die Fülle haben und sollt sicher in euerem Lande wohnen.“
3. Mose 26, 5

Prall gefülltes Leben ist uns zugedacht. Das was Leben ausmacht, soll aus all unseren Poren quellen. Ausgefüllt und sicher sind Kennzeichen von Glauben. Da ist überhaupt nichts von beschaulich, zurückgezogen und bescheiden. Wenn Jesus sagt: Dazu bin ich gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben, fängt er richtig an zu klotzen. Er spielt nicht auf einem Manual eine einstimmige Melodie, er zieht alle Register und spielt auf 3 Manualen volles Werk. Da erklingt eine Sinfonie von Schönheit, in ganzer Sattheit in den Klangraum. Lebendigkeit ist weit mehr als Aufstehen, Arbeit, Essen und Schlafen. Leben ist ein polyphones Werk der Schöpfung. Fülle und Erfüllung geschieht, wenn in uns etwas erwacht. Es passiert dort, wo wir den ersten Schritt ins Leben wagen und aus bestehenden Normen ausbrechen, die uns klein und gefangen halten. Dort wo wir anfangen vom Leben alles zu erwarten, und uns an den Verheißungen festbeißen, um uns dann voll und ganz an das Leben zu verschenken. Genau an dem Tag, an dem wir aufwachen, wächst der Dynamikumfang unseres Lebens. Es ist der Tag, an dem wir nicht mehr nur funktionieren und unsere Pflichten erfüllen wollen, sondern bereit werden, alle Risiken und Chancen des Lebens auszuschöpfen. Wir treten aus der Komfortzone heraus, in der wir es uns so schön eingerichtet haben und fangen an die Verantwortung für unser Leben zu übernehmen. Wir greifen als die lebendig Gewordenen in die Ereignisse unseres Lebens ein und fangen an die Welt zu gestalten. Wo ein Mensch aufwacht und lebendig wird, wird das Leben aller Menschen drumherum reicher. Damit füllt sich die Welt mit Segen.

Es ist bedauerlich, dass gerade auch unter den Christen, so wenig von dem lebendig machenden Christus zu sehen ist. Viele leben treu, bieder und brav weit unter ihren Verhältnissen. „Man kann ja nicht über die Stränge schlagen!“ Ja, warum nicht, wenn das Leben überquillt. Gott hat seine größte Freude daran, wenn ein Mensch lebendig wird. Lebendig ist das, wenn wir anfangen, uns auf seine Zusagen zu verlassen. Wenn wir auf sein Wort hin Schritte tun, auf Wegen, die wir nicht kennen. Wir bleiben nicht stehen bei dem was wir haben, sondern wir stehen auf und greifen nach dem was uns verheißen ist. Glaube fängt an alle starren Formen zu durchbrechen. Lebendiges Wasser kann man nicht in Gefäße fassen, es ist zum Überlaufen bestimmt. Wer diese Fülle ausschöpfen will, kann nicht gemütlich beim Gewohnten bleiben, er ist aufgewacht und riskiert sich selbst. Er ist bereit von einem Manual sich auf drei Manuale erweitern zu lassen und volles Werk zu spielen.

Wo hindert eine falsche Zurückhaltung, ein großes Konzert und ein lebendiges Leben?

Gott segne dich.

Die Glocke freut sich, wenn Dein Herz schlägt
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Auslegungen für jeden Tag
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