Wir machen stark

Es ist gut, wenn wir Menschen an unserer Seite haben, die Lichter anzünden, wo es uns schwarz vor den Augen geworden ist.

Jonathan ging hin zu David und stärkte sein Vertrauen auf Gott.“
1. Sam. 23. 16

Auch glaubensstarke Männer wie David können schwach werden. Wenn z.B. in dem König Saul ein Konkurrenzneid gegen den Hirtenjungen entsteht. Er war der von Samuel gesalbte König von Israel. Im Kampf gegen die Philister hatte ihn David mit unterstützt und Goliath besiegt. Das machte ihn zum Star unter der Bevölkerung. Dem König war das ein Dorn im Auge. Er wurde misstrauisch und eifersüchtig. Er machte David zum Buhmann. Der musste dann fliehen, obwohl er bereits auch von Samuel zum Nachfolger gesalbt war. Denn Saul hatte durch Eigenmächtigkeiten gegen Gott seine Königswürde verspielt. Jonathan, der Sohn Sauls hält jedoch an seiner Freundschaft zu David fest. Ihm ist es gelungen, den Flüchtenden aufzuspüren. Für ihn gab es keine Frage, dass David König werden wird und nicht er selbst als der Erbe. Dennoch bangt David um sein Leben, da Saul noch der Amtierende ist. Gerade in dieser existenziellen Drucksituation zieht ihn der Konkurrent auf das Königsamt aus dieser Spannung heraus. Da war es der Freund, der ihm Gott größer machte als die drohende Macht seines Vaters. Er stärkte in ihm sein Gottesbild, mit dem er zuvor noch einen unbesiegbaren Krieger bezwungen hatte. Jonathan sagt ihm eindrücklich: Hab keine Angst, du wirst König werden. Gott ist mit dir. Diese Freundschaft diente dazu, gemeinsam auf Gott zu hören und sich an seiner Berufung festzumachen. Ein starker Akt von eins werden im Geist. Stark wie der eine den anderen in seiner Nacht durchträgt und aufbaut.

Wir sind Gestärkte und Stärkende. Das ist das tragende Netzwerk der Glaubenden. Der Bruder und die Schwester sind uns zur gegenseitigen Erbauung und Mut machen geschenkt. „Sieh, wie fein und lieblich ist es, wenn Brüder friedlich beieinander wohnen.“ (Ps. 133) Diese Einheit ist die höchste Form von tragfähiger Gemeinschaft. So lassen sich die härtesten Auseinandersetzungen überdauern. Da ist kein Platz für Konkurrenzkampf, Rechthaberei und Eifersüchteleien. Gemeinschaft ist gegenseitiges stark machen im Glauben. Der eine rückt des anderen Gottesbild wieder ins Gesichtsfeld, damit hoffen möglich ist. Das ist die Aufgabe der Berufenen, dem anderen Gott groß vor Augen malen. In der Einheit des Geistes geht keiner unter. Wir stärken das Vertrauen des andern und bekommen selbst das Vertrauen gestärkt, wenn wir nicht mehr weiter wissen. Wo die Einheit geschwächt ist, wo das Miteinander belastet ist, woher soll dann die Stärkung kommen, wenn es dunkel wird? Wir sind gerufen und gegenseitig Bruder und Schwester zu sein, damit die Gottesnähe präsent bleibt.

Wem können wir heute nachgehen, der unsere Stärkung braucht?

Gott segne dich.
Blühende Grüße Theophilos 💐😇

Die Glocke freut sich, wenn Dein Herz schlägt
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