Im Hineinhören werden wir ruhig

Unser Herz ist solange unruhig in uns, bis es seine Ruhe findet Gott in dir. Augustinus

„Er wird unser Friede sein.“
Micha 5, 4

Es gibt wohl wenig Menschen, die sich nicht nach Frieden sehnen. Keiner will Konflikte, Streit und Trennung. Jeder stöhnt und leidet unter Unruhen und Krieg. Rings um uns herum ist es richtig schwer, mit Menschen gut umzugehen und spannungsfrei zu leben. Frieden – jeder will ihn – kaum einer hat ihn. Frieden lässt sich nicht machen, lässt sich nicht verhandeln, lässt sich nicht herbeiführen. Mensch und Friede sind zwei Stiefel, die nicht zusammenpassen. „Er wird unser Friede sein“ zeigt, dass Friede in einer Gottesbeziehung liegt. Keine Friedensbewegung kann das bewirken, was in dem Miteinander zwischen Gott und Mensch liegt. Frieden ist die Gretchenfrage: Wie hältst du es mit dem Glauben, sprich? Friede beginnt, wo der Herr des Friedens in einen Menschen kommt. Der ewig Vater, Friedefürst, will in uns Raum finden. Aufgewühltes Leben kommt in Christus zur Ruhe. Frieden kommt nicht von außen, sondern durch den Einklang mit dem Frieden in uns. Das ist die ursprüngliche Zelle, von dem aller Frieden ausgeht. Wenn er nicht unser Friede wird, kann die Welt nach allen Regeln der Kunst verhandeln und auf keinen Nenner kommen. Die Menschen machen sich etwas vor, wenn sie auf anderem Wege zum Frieden kommen wollen. Bei allen Freundlichkeiten und Versöhnungswillen, den wir an den Tag legen, können wir niemand den Frieden aufzwingen oder einimpfen. Frieden ist eine Gottesoffenbarung im Menschen. Frieden ist die Geburt des Christus in mir. Das ist der Friede, der in einer Krippe zur Welt gekommen ist.

Wo wir von der Unruhe getrieben sind und durch den Stress von menschlichem Miteinander aufgepeitscht werden, bringt uns nur der Weg an die Krippe zur Ruhe. Wo sich das Hamsterrad dreht und wir nicht mehr wissen, wo wir zuerst anpacken sollen, kann ein Innehalten uns wieder zur Besinnung bringen. Wir brauchen den Frieden in uns nicht herbeikämpfen, wir brauchen ihm nur Raum schaffen. Den übermächtigen Druck des belasteten Miteinanders und vieler Aufgaben, die über uns hereinbrechen, können wir ganz bewusst diesem Frieden aussetzten. Oft sind es wenige Augenblicke, in denen ich gezielt eine Pause setze, ans Fenster gehe und es öffne. Dann fange ich an tief einzuatmen und konzentriere mich ganz bewusst auf den inneren Frieden, der da ist und sich in mir ausbreiten möchte. Bei diesem still in sich hineinhören, fängt dann in nur wenigen Minuten eine tiefe Ruhe in uns an Raum zu gewinnen. Diese Erholungspause lässt anders in alle Unruhe zurückkehren. Wir können diesen Frieden zu unserem persönlichen Begleiter machen, mit dem wir anders in allen Unfrieden hineinwirken.

Wer kann uns da die Ruhe rauben, wenn er unser Friede ist?

Gott segne dich.

Ein Dankeschön an alle, die unsere Glocke unterstützen

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