Jederzeit kann alles werden

Wer echten Trost kennt, braucht den Schmerz nicht zu fürchten.

Ein geängstigtes, zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten.“
Ps. 51, 19

Welch ein Abgrund überspannendes Wort. Ein am Boden zerstörter Mensch und ein aufmerkender Gott. Zwei Extreme werden hier miteinander verbunden. Das was Gott von seiner Macht auf dieser Erde sichtbar werden lassen will, geschieht nicht in erster Linie mit den Schönen, Reichen und Starken; Gott beachtet das Schwache. Er ist aufmerksam für die, die nichts zu bringen haben, deren Leistung abgesackt ist, deren Hoffnung auf dem Nullpunkt ist. Gott hat ein besonderes Auge auf die, deren Leben einem völligen Ausnahmezustand gleicht, wo nur noch Chaos herrscht. Er wird genau bei denen hellwach, die keine Qualifizierung mehr für das Leben mitbringen. Die vom Leben Gezeichneten sind seine Spezialität. Die, die in unseren Bewerbungsverfahren für eine Neuanstellung mit Sicherheit durch das Raster fallen. Gott wählt das Schwache, den, der nicht mehr kann und sich nichts mehr zutraut. Minderleister und Angsthasen, Zweifler und solche die dran sind ihren Glauben an den Nagel zu hängen. Die Verzweifelten, die nur noch den Karren bergab laufen sehen. Er sieht gerade auf die, die unter seiner Fahne angetreten sind und nur noch stöhnen unter Alter, mitmenschlichen Lasten und einem Finanzdruck, der nicht mehr zu bewältigen ist. Er achtet auf die, die den Mut verlieren wollen, weil eine starke Glocke, die seine Realität, sein Handeln und seine Güte in die Welt rufen will, nicht mehr erklingt, und die Wiederinstandsetzung eine menschliche Überforderung bedeutet. Unsere Grenzerfahrungen sind Gottes heiliges Land. Die totale Hilflosigkeit ist der Humus, in den er seinen Samen streut. Das geknickte Rohr will er nicht zerbrechen. Am Ende alles menschlichen Handelns ist Gottes Anfang. Chaos ist die Grundlage für Neuschöpfung. Da wo nichts ist, kann durch Gott alles werden.

Geängstigte, zerschlagene Herzen sind das Beste, was Gott passieren kann. Jesus sagt: Nicht die Starken, sondern die Kranken bedürfen des Arztes. Gerade unser Ausnahmezustand ist die Plattform des Heiles. Die Situationen, die zum Davonlaufen sind, sind genau die, die neues Vertrauen wecken wollen. Gott will nicht unsere Stärke, will nicht unser super Funktionieren, sondern dort, wo alles ausweglos scheint unseren Glauben. Unser Unvermögen ist der Anker, der in neuem Glauben wieder fest werden will. Ohne ein zerschlagenes Herz, würde niemand einen Gedanken darüber verschwenden, neues Vertrauen zu wagen. Glaube wächst in geängstigten Herzen. Nur in den bitteren Stunden des Lebens wächst die Sehnsucht nach Erlösung. Nur der Schwerkranke, kann das Wunder der Heilung erfahren. Wenn unser Vermögen am Ende ist, sind wir noch lange nicht am Ende, weil Gott Acht hat. Es geht darum, dort wo die Angst am Größten ist, sich nicht zurückzuziehen, sondern neu den Glauben zu wagen.

Machen wir nicht uns zum Maßstab, wenn wir in aussichtsloser Lage keine Hoffnung mehr haben und Gott nicht mehr zutrauen, dass er der Arzt ist?

Gott segne dich an diesem Sonntag.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

Ganz aktueller Bericht zur Glocke
https://1drv.ms/b/s!AnlxX_V_NZMnniOKVdSclYTS7Rr4

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