Wer Feuer hat, hat auch Hoffnung

Wenn im Nachhinein auf ein Unglück schaut, sieht es mit ganz anderen Augen.

Fürchte Dich nicht vor plötzlichem Schrecken; denn der Herr ist deine Zuversicht.“
Spr. 3, 26+26

Unter diesem Wort stehen bei uns Blumenmönchen Tränen und schwarze Balken. Es war vor 15 Jahren das Losungswort nach dem Tag des Großbrandes. Da liegt ein Lebenswerk, für das du alles eingesetzt hast in Schutt und Asche vor dir, alle Erinnerungen, die dir lieb und wert waren, haben sich in Luft und Rauch aufgelöst und Gott sagt ganz einfach: Fürchte dich nicht. Als wir uns während der Löscharbeiten, bei denen wir sowieso nichts ausrichten konnten, als Gemeinschaft in diesem ablaufenden Chaos, in unserem Blumenhaus uns wieder gesammelt hatten, sprach uns unser damaliger Kurator der Landeskirche dieses Wort zu. Wir alle, völlig fassungslos und völlig durch den Wind, sollen keine Angst vor plötzlichem Schrecken haben. Gerade da, wo du nicht mehr hast, als die paar Kleider, die du auf dem Leib trägst und im Moment nicht weißt, wie die Zukunft aussehen wird. Da wurde neben das verheerende Feuer, das im Augenblick all dein Hab und Gut weggefressen hat und keine anderen Gedanken mehr zuließ, die Zuversicht des Herr gestellt. Sieh gerade jetzt, wo riesige Flammen deine ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen, auf deinen Gott, der dich an dieses Werk gestellt hat. Das gehörte mit zur heißesten Lernaufgabe unseres Lebens. Wenn dir die schlimmsten Umstände, innerhalb weniger Stunden alles nehmen, was du hast, ist das kein Grund Angst zu haben. Die Zuversicht gibt in das Chaos das fürchte dich nicht. Das Leben kann alles von dir fordern, doch die Zuversicht gibt dir alles. Durch diese Sicht verwandelt sich Angst in Glaube. Nirgends kann man mehr Glauben lernen, als in den extremsten Situationen des Lebens.

Im Nachhinein, hat das fürchte dich nicht, noch eine ganz andere Tragkraft. Wir erlebten, wie innerhalb eines Jahres alles wieder zum Stehen kam. Wir haben danach bessere Wohnverhältnisse als zuvor. Da erkennt man plötzlich, wie klein die Macht des Schreckens ist. Man empfindet die Angst von damals geradezu lächerlich. Natürlich war der Weg durch den Schrecken hart und unangenehm, doch der Schrecken hat verloren.
Wenn wir die vielen Situationen anschauen, die uns im Leben Angst machen, kann man nur noch von ganzem Herzen aus dieser Zuversicht schöpfen, die dieses fürchte dich nicht zuspricht. Im Schrecken können wir immer den handelnden Gott erkennen. Die Zuversicht sieht auf ganz andere Mächte. Im Glauben ziehen wir das Handeln Gottes in unseren Schrecken. In diesem Augenblick verwandelt sich etwas total. Da sehen wir bereits in den Trümmern wieder das liebevoll wieder aufgerichtete Haus. Wer die Zuversicht kennt, braucht nichts zu fürchten. Gott wird alles herrlich hinausführen, wie es in unserer Werkslosung heißt.

Wenn wir uns fürchten; glauben wir denn, wir müssten den Schrecken selber bekämpfen?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

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