Bereit, sich bearbeiten zu lassen

Neue Erkenntnisse im Denken zuzulassen, steht auf der Beliebtheitsskala vieler Menschen zwischen Zahnarzt und Durchfall.

Bekehre du mich, so will ich mich bekehren; denn du, Herr, bist mein Gott!
Jer. 31, 18

Der Prophet steht an einem der wichtigsten Punkte seines Lebens. Er erkennt: Mein Denken ist verkehrt. Das was Gott mit mir vor hat, bin ich nicht und kann ich nicht. Jemand der sagt, du bist mein Gott, erkennt unweigerlich seine eigene Ohnmacht. Wer Gott erkennt, erkennt sich in seinem anders wollen als er. Gotteserkenntnis ist gleichzeitig Sündenerkenntnis. Sich jedoch in seinem anders wollen entdecken, heißt, ich erkenne meine Gedanken, meine Lebensausrichtung auf einem verkehrten Dampfer. Ich muss mir eingestehen, jeden Tag neu das falsche Pferd gesattelt zu haben. Gott zu erkennen bedeutet, ich gehe in Konfrontation zu mir selbst. Ich muss mein Denken, Fühlen und Handeln infrage stellen. Da kommt jeder Gedanke, jede Lieblosigkeit auf den Prüfstein. In diesem Moment spüre ich meiner eigenen Kälte nach und der Unfähigkeit grenzenlos zu lieben. Ich erkenne mich darin, wie schwer ist mir fällt zu vergeben und neuen Mut zu wagen. Ich erkenne mich an meinem eigenen Abgrund, dass bei allem, was ich Gutes will, so wenig davon im richtigen Leben ankommt. In der Sündenerkenntnis entdeckt der Mensch seine Gottesbedürfigkeit. Da muss er sich eingestehen, ich kann das Göttliche in mir nicht bewirken. Diese Umkehr muss Gott selber wirken. Der Anfang eines Neudenkens beginnt immer mit: Bekehre du mich, so bin ich dann überhaupt in der Lage neues Denken und neue Handlungen zu entwickeln. Nicht ich bekehre mich, sondern Gott bekehrt mich. Erst wo der Geist mich in der Tiefe erfasst, kann eine Umkehr stattfinden. Du bist mein Gott, ist der Auslöser für alle Erneuerung.

Wo die Liebe zu Gott am Anfang steht, können wir uns in unserem verkehrten Denken ertragen. Die Liebe zu Gott ist der Grund, dass wir für einen großen Umbauprozess bereit werden. Diese Liebe nimmt uns die Angst, vor den Veränderungen, die nun beginnen. Veränderungen sind nicht jedermanns Sache. Es ist ein Aufbruch ins Unbekannte, wo wir lieber gerne im Gewohnten und Vertrauten bleiben. Umbrüche sind mit Schmerzen verbunden, weil Alte weg muss, damit Neues Platz hat. Bekehren ist ein totaler Umbruch meiner Persönlichkeit. Da nimmt Gott das Schnitzmesser in die Hand und bearbeitet den Holzklotz. Wo wir uns dann zu ihm bekehren, ist das ein bereit werden für diese Veränderungen, die nun an uns geschehen. Wir lassen die Schläge zu, die Holzsplitter, die nun wegspritzen, um Stück um Stück zu der Skulptur zu werden, die einem großen Meister vorschwebt. Es geht jeden Tag neu um diese innere Bereitschaft, uns zu dem zu kehren, der uns zu etwas Großartigem bearbeiten möchte.

Ist die Angst vor der Umkehr nicht der Anfang, dass wir als unbearbeiteter Holzklotz in der Ecke verstauben und dadurch unser Leben vergeuden?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

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