Kleider machen Leute

Gott hat eine völlig andere Art, mit uns auf Shopping-Tour zu gehen.

Sieh her, ich nehme deine Sünde von dir und lasse dir Feierkleider anziehen.“
Sach. 3, 4

Für manche Frauen ist der Kleiderwechsel das Höchste der Gefühle. Beim Vorstellungsgespräch weiß jeder, dass ein gepflegtes Äußeres mit dazu beiträgt, einen vertrauenswürdigen ersten Eindruck zu hinterlassen. Das Outfit spricht für die Person. Für den Gang ins Theater, wird von gehobenen Häusern Abendgarderobe vorgeschrieben.

Wo Gott uns Festkleider anzieht, werden wir über unseren eigentlichen Stand hinausgehoben. Da geht es um eine Karriere vom Bettler zum Edelmann. Hier entwickelt sich keiner in einen höheren Stand, es erarbeitet sich niemand eine bessere Position, sondern es findet eine Einkleidung mit einer fremden Gerechtigkeit statt. Dem Armen, Nichtshabenden wird seine Nacktheit genommen. Das vergängliche und zielverfehlte Dasein, das seine eigentliche Bestimmung verloren hat, wird zum Fest eines Lebens. Wo Gott neue Kleider anzieht, befreit er seine Kinder von ihrem Irrtum. Wo der Vater den Sohn, nach der Odyssee am Schweinetrog wieder umarmt, beginnt eine neue Ära. Keine Vorhaltungen, kein Verdammen, sondern Jubel. Da steht ein Hausherr vor der Türe, mit den besten Kleidern in der Hand, der nur darauf lauert, bis er diese seinem zurückkehrenden Häufchen Elend überwerfen kann. In Gottes Kleiderschrank wartet das Erbarmen auf Sünder. Christus ist die Gerechtigkeit, die aus Schweinehirten, Erben des Hausherren macht. Die einzige Qualifikation, die solch eine geschlagene Existenz mitbringen muss, ist das bereit sein, sich anziehen zu lassen.

Doch hier tragen selbst viel Glaubende noch Selbstgehäkeltes. Man strickt sich gerne seine Lebenswege selber, sucht sich seinen Platz nach dem aus, was einem zusagt oder nicht. Man sucht sich selbst die Klamotten aus, die man gerne tragen möchte und wundert sich, warum das Leben nicht zum Fest wird. Wer auf seine eigene Kleiderordnung wert legt, und ganz genaue Vorstellungen hat, wieviel in einem Kloster gearbeitet und wieviel gebetet werden soll, macht sich selbst zum Maßstab und ist nicht bereit, sich überkleiden zu lassen. Er wird dann über kurz oder lang wieder unglücklich seiner Wege ziehen.

Sich anziehen lassen, ist das hineingenommen werden in die Fülle und die ganze Freiheit des Lebens. Wer mit Gerechtigkeit überkleidet worden ist, für den beginnt ein Fest. Ihm ist die Angst genommen, irgendetwas im Leben zu versäumen, weil er bereits das Beste hat. Wer überkleidet ist, hat ausgesorgt.

Was wäre das für ein Fest, einfach diesem angezogen werden stillzuhalten?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

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