Über ein Zuhause schwärmen

Gemeinde ist die höchste Form menschlicher Gemeinschaft.

Wie lieb sind mir deine Wohnungen, Herr Zebaoth!“
Ps. 84, 2

Hier schwärmt ein Beter über Gemeinde. Sein höchstes Glück und die Erfüllung seines Lebens liegt in einer besonderen Form der Zusammenkunft von Menschen. Einer Lebensform, der man mit solch einer Liebeserklärung begegnet, ist weit mehr als eine Zweckgemeinschaft. Die Verbindung glaubender Menschen ist keine Interessengemeinschaft, ala Verein. Gemeinde ist der Wohnraum Gottes. Hier ist Ecclesia, die Kirche Jesu Christi. Da empfängt der Glaubende den Leib Christi und wird selbst zum Leib Christi. Es wachsen die extrem verschiedensten Menschen unter dem Wort und Eucharistie zu einem Geist zusammen. Da entsteht eine neue Familie, da entsteht ein neuer Verwandtschaftsgrat von Bruder und Schwester. Es ist das Zentrum von Reich Gottes auf Erden. Gemeinde ist Gottes Augapfel. Es ist der heilige Raum der Gottesoffenbarung. In dieser Form von Gemeinschaft findet die größte Verwandlung von Menschen statt. Es ist die Brutstätte, wo empfangene Gnade sich in Dankbarkeit und Hoffnung verwandelt. Da werden vergängliche Menschen mit dem Ewigen berührt. In dieser Wohnung ist Gott in seiner gewaltigen Schöpfermacht zuhause, sowie der Erbarmer, der das geknickte Rohr nicht zerbricht. Es ist der Raum, der unter der höchsten Verheißung Jesu steht, dass dort wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, er selbst gegenwärtig ist.

Welch ein Bild haben wir von unserer Gemeinde, wenn wir überhaupt eine Gemeinde haben? Können wir noch von solch einem Ort schwärmen, an dem uns heiß und kalt wird vor der Heiligkeit und Direktheit Gottes? Sind wir noch in den Wohnungen Gottes zuhause, oder sind wir nur Zaungäste und Gelegenheitsbesucher, wenn wir gerade nicht zu müde sind, oder anderes wichtiges zu tun haben?

Gemeinde ist der Lebensraum Christi, der als Keimzelle Segen auf die Erde streut. Wo die Lebensform von Gemeinde ihre Brisanz verliert, werden die Handlungen Gottes an uns beschnitten. Wo keine Verwandlung stattfindet, kann auch die Welt nicht verwandelt werden. Hier braucht es Glaubende, dessen Leben die Gemeinde ist, die diese Form von Gemeinschaft nicht als Nebenbeschäftigung betrachten, wenn mal genügend Zeit da ist. Aus dieser heiloffenbarenden Gemeinschaft lebt der Glaubende, die dann alle weitere Formen menschlicher Gemeinschaft durchdringt und gestaltet. Welch armseliges Bild, wo der Leib Christi den familiären Bindungen vorgezogen wird, wo der Geburtstag von Opa, dem Dienst in der Gemeinde weichen muss. Angesichts der gestaltenden Kraft Gottes in seinen Wohnungen, müssten wir wieder viel stärker ins Schwärmen geraten.

Sind wir nicht deshalb oft so erschlagen, müde und kraftlos, weil wir nicht mehr in diesem heiligen Raum Zuhause sind?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

Lass eine gewaltige Stimme wieder klingen.
www.betterplace.org/p64427

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