Umtriebiges Treiben übermannen

Es ist etwas Befreiendes, die Ruhe zu bewahren, wenn die Aufregungen um einen herum tanzen.

Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.“
Ps. 62, 2

Ein Rezept für alle Unruhe, für alles innere getrieben sein, für alles durch das Leben gepeitscht werden. Augustin sagt: Mein Herz ist solange unruhig, bis es seine Ruhe findet Gott in dir. Innere Stille kann man nicht machen, man kann sich nicht dazu zwingen, man erfährt sie in einer tiefen Geborgenheit. Nach dem Trubel eines aufregenden Tages, sehnt man sich abends manchmal nur nach seinem Zuhause und nach einem lieben Menschen der versteht und umarmt. Geborgenheit lässt herunterfahren, lässt wieder bei sich selbst ankommen. Gnade, Erbarmen, Geborgenheit ist der Mutterschoß, in dem das Leben ruht. Ein Kosmos des Friedens, der der auf stürmischer See das Boot zur Ruhe bringt. Alle Unruhe, aller Unfrieden, ist das herausgefallen sein aus diesem Einklang mit Gott. Nicht mehr zur Ruhe kommen, ist ein Zeichen dafür, dass wir nicht mehr heim kommen. Stille zu Gott ist das größte aufgefangen werden, einer getriebenen Seele. Es ist der feste Anker, wenn es den Boden unter den Füßen wie Sand davon bläst. Stille zu Gott hält die Welt in seinen Angeln. Frieden mit Gott ist die Statik aller Existenz. Da klingt durch die Vernichtungslager dieser Welt, das „von guten Mächten wunderbar geborgen.“

Da ist so vieles, was uns tagtäglich heiß und unruhig macht. Das Hamsterrad erhöht ständig seine Drehzahl, der Druck ums Überleben hält einen in Schach. Unruhe ist der ständige Begleiter in den mitmenschlichen Spannungen, in den ungelösten Fragen für die Zukunft. Die vielen Aufgaben lassen einen nicht mehr zur Ruhe kommen. Ein Teufelskreis der Gescheuchten. Die Verpflichtungen schreien so laut, dass sie alle Stille übertönen. Die dauernde Angst, es doch nicht zu schaffen, stellt an die eigenen Grenzen. Da wirkt dieses Wort von der stille zu Gott fast weltfremd und unrealistisch. Doch gerade dieses Weltfremde ist der Welt zum Heil gegeben. In dieser Stille liegt die Kraft für genau diese Unruhe. Gott will unser umtriebiges Treiben übermannen. Gott will Sorgen entsorgen. Er will in die Gelassenheit des Glaubens einhüllen. Mit dieser Stille wird die Seele unerschütterlich, weil sie weiß, wenn Gott mein Ozean ist, ist Schiffbruch mein Glück. Welch eine Ruhe lebt in einem Menschen, der so auf hoher See unterwegs ist. Welche Kraft geht von ihm aus, in allen Wellen, die ihn überschlagen. In der Stille nährt sich der Glaube, der allen Stürmen in Ruhe begegnet.

Wo geben wir unserer Seele den Raum, dass Gott seinen Anker auswerfen kann?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

Eine Glocke will wieder Danke sagen
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Auslegungen für jeden Tag
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