Urknall der seligen Verschwendung

Auf die Frage, wozu sind wir hier auf dieser Welt, spitzt sich alles auf eine totale Entäußerung auf den andern zu.

Dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr folgen und ihn fürchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen.“
5. Mose 13, 5

Was hier als sperriges und fast erschlagendes Wort auf uns zukommt, entpuppt sich sehr schnell als eine tiefe Weisheit des Lebens. Gebote Gottes sind die Christusgesinnung, die allem Dasein den Stöpsel zieht. Gott zu folgen und ihn zu fürchten, durchbricht alle starren Formen von routinierten und steifen Abläufen. Da bricht das Leben zu seiner eigentlichen Bestimmung auf. Seiner Stimme gehorchen, stellt in den Ruf der Liebe Christi. Das ist Aufbruch, ist Durchbruch zur seligen Verschwendung. Herzen sind getrieben sich hinzugeben. Ein inneres Glühen brennt darauf, um sich herum Feuer entfachen. Die totale Erfüllung liegt im Verschenken an ein Du. Es ist das Gebot, das völlig aus sich herausgeht, das sich von nichts zurückhalten lässt, und die Welt mit seiner Existenz und seinen Gaben bereichert. Es ist das Gebot, das sich selbst als Geschenk für den Nächsten erkennt. Dieses Gebot löst die anerzogenen Bremsen und die diskrete Zurückhaltung, die immer schön die vorgegebenen Formen wahrt und wird zum Gestalter des Lebens, das schöpferisch und liebend tätig wird. Da ist die Phantasie die Triebfeder aller gestalterischer Schaffenskraft. Da entdeckt ein Mensch die Gnade, dass alle schmerzhaften und schweren Wege zu Liebe ausreifen wollen. Wo wir in aller Stille einmal die Frage auf uns wirken lassen, wozu sind wir auf dieser Welt, antwortet uns dieses Gebot. Letztlich sind wir nicht für uns selbst, nicht für eine noch so große Aufgabe da, sondern einzig um Lieben zu lernen und diese im Übermaß zu verschwenden. Darin liegt alle Fruchtbarkeit, Segen und Erfüllung. Nur in diesem Gebot explodiert das Leben und bleibt für ewig beständig.

Welch armseliges Dasein, das nicht zu diesem Gebot durchgebrochen ist. Oft wird frommes Dasein in furchtbar einengende Formen gepresst. Wieviel gutgemeinte Moral nimmt dem Glaubensleben die Lebendigkeit und Schlagkraft. Gottgehorsam mutiert zur drohenden Anstandsregel, das Herzen hart und kalt werden lässt. Wir stehen immer wieder in der Gefahr uns in äußere Formen pressen zu lassen, als von innen heraus zur befreienden Liebe durchzubrechen. Um Ordnungen zu wahren, hinter denen man sich auch gut verstecken kann, verhindern wir das Wagnis, uns selbst in das Leben zu werfen. Wir erfüllen Statuten, Normen und das was andere von uns erwarten und erstarren dabei zur Salzsäule. Sich an die Gebote zu halten, wird zum Urknall der seligen Verschwendung.

Auf was warten wir, bis wir uns völlig aufgeben und uns in Liebe verschwenden?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

Eine Glocke will wieder Danke sagen
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