Verständlich reden

Kommunikation ist ein hohe Kunst, dass beim andern auch das ankommt, was gemeint ist.
„Sie lasen aus dem Buch, dem Gesetz Gottes, Abschnitt für Abschnitt und erklärten es, sodass man verstand, was gelesen wurde.“

Neh. 8, 8
Gottes Weisheit offenbart sich aus seinem Wort. Es ist Gottes Führungsinstrument, wie er seine Kinder an die Hand nimmt. Daraus erhalten Menschen Orientierung und Hoffnung, einmal ganz allgemein ausgedrückt. 
Zur Zeit Nehemias fiel dieses Wort in die Umstände, in denen das Volk Israel aus der babylonischen Gefangenschaft zurückkam. Zwar wieder in der Heimat, doch aufgewühlt von den vergangenen Jahren. Eine Situation, in der das Leben ganz neu sortiert und strukturiert werden muss. Es war wie das Laufen lernen im eigenen Zuhause. Da war es wichtig, Gottes Wort nicht als große abstrakte Vision zu begreifen, sondern ganz einfach und praktisch vertehen zu können. Esra hatte dafür den richtigen Ton gefunden. Ihm gelang es, häppchenweise zu erklären, dass man verstand. Er hatte das Gespür für verwundete Seelen. Er hatte etwas von einer empathischen Verkündigung, das einem gebeutelten Volk neue Frische gab.
Auch wenn Gottes Wort wie ein Hammer ist, der Felsen zerschmeißt und Entscheidungen fordert, ist es kein Totschlagwerkzeug. Es will erhellen, aufbauen, wegweisend sein und erfrischen. Es will eingehen, dass sich etwas zum Guten wendet. Es will nicht übergestülpt, sondern verstanden werden. Erklären und verstehen, ist der liebende Gott, der sich über seine Kinder erbarmt. Da wird nicht die Wahrheit wie Schappi serviert, nach dem Motto: Friss oder stirb. Wort Gottes wird nicht in der Hauruck-Methode zur Hilfe, sondern indem es den Menschen erfasst, der vor ihm steht und ganz persönlich wird. Gottes Wort ist der Christus, der mich durchdringen will. Es ist auf meine Biografie zugeschnitten. Und erst, wenn es ganz persönlich wird, wird es zu meinem Heil. 
Wie oft bleibt das Wort unverstanden, weil Glaubenden das Einfühlungsvermögen für den Anderen fehlt. Wo wir das Wort weitergeben, müssen wir den Anderen im Auge haben, ob er versteht. Es reicht nicht zu sagen, ich habe es ihm doch gesagt. Sagen heißt, die Verantwortung übernehmen, dass mein Gesagtes „ankommt“ und verstanden wird. Wenn das Wort meinen Nächsten erfrischen soll, darf ich es nicht nur „loswerden“, sondern brauche ich Geist und Weisheit, dass es ihm zum persönlichen Wort wird. Freuen wir uns über jeden, an dem man die aufbauenden Wirkungen des Wortes ablesen kann. Und mühen wir uns selbst um ein frisches, verständliches Wort.
Wollen wir mit dem Wort moralisch erschlagen, oder lieber verständnisvoll aufrichten?
Einen gesegneten Sonntag wünsche ich euch. 

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